Touristischer Navigator für Sachsen

Frauenkirche Grimma

Adresse

Frauenkirchhof
04668 Grimma
Telefon: 03437 9486240
Telefax: 03437 9486249
E-Mail: kg.grimma@evlks.de
Website: www.frauenkirche-grimma.de

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Öffnungszeiten

Ab Ostern bis Jahresende:
Di - Sa 10 - 12 und 14.30 - 16.30 Uhr
So 14.30 -16.30 Uhr

Weitere Informationen

Die zwei markanten Türme der Frauenkirche

Die zwei markanten Türme der Frauenkirche

Bereits am Ende des 12. Jahrhunderts entstand in der unmittelbaren Nähe des alten Marktplatzes (des heutigen Baderplans) als Nachfolgerin einer bescheidenen Holzkirche eine romanische Kirche. Ihre mächtige zweitürmige Westturmfront ist bis heute erhalten geblieben.

Nach der Erhebung Grimmas 1220 zur Stadt wurde die Frauenkirche in gotischem Stil erweitert: das Kirchenschiff zeigt heute vier Spitzbogen-Arkaden auf quadratischen Pfeilern, die ihren Abschluss in einem Kreuzrippengewölbe finden. Die Querschiffe entstanden erst um 1462, nachdem ein Stadtbrand im Jahr 1430 eine Teilerneuerung der Kirche notwendig gemacht hatte. Bis zur Reformation unterstand die Frauenkirche dem Bischof von Merseburg und war Sitz eines Archidiakons.

Im 16. Jahrhundert wurde Grimma dann Sitz einer Superintendentur. In dieser Zeit gab es aus Scheu vor einer kostspieligen Instandsetzung der Kirche den Plan, die Frauenkirche abzutragen und ihre Steine für den Bau einer neuen Muldenbrücke zu verwenden. Glücklicherweise wurde dies durch die Intervention von Martin Luthers Freund Spalatin noch rechtzeitig verhindert. Im Inneren der Kirche ist der Taufstein in der Form der Spätrenaissance besonders sehenswert. Er wurde aus der im 13 Jahrhundert errichteten und l888 abgebrochenen Nikolaikirche übernommen. Ebenfalls aus dieser Kirche stammen drei, um 1519 gefertigte, kunstvolle Altarfiguren: Petrus (im Altarraum links), Paulus (rechts) und Maria mit Kind (im Schiff links).

Das bedeutendste Kunstwerk der Frauenkirche aber ist der um 1510 entstandene spätgotische Flügelaltar. Der Altar gilt als Werk des „Meisters des Knauthainer Altars“. Er zeigt im Mittelteil die Geburt Christi, im Unterteil und den Flügeln weitere Szenen aus der Weihnachtsgeschichte (Maria und Elisabeth, die Anbetung der Weisen, die Verkündigung der Geburt Christi).

Die Frauenkirche besitzt drei Glocken. Die große Glocke stammt aus dem Jahr 1453, die kleine ist nur zehn Jahre jünger. Die mittlere Glocke ging der Gemeinde im 2. Weltkrieg verloren. Sie wurde 1997 durch eine Neuanfertigung ersetzt. Die pneumatische Orgel wurde 1928 von der Firma Eule aus Bautzen errichtet und 1974 und 1995 erneuert, Sie hat etwa 30 Register, verteilt auf 2 Manuale und das Pedal.

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