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Dahlenberg

Adresse

04880 Trossin OT Dahlenberg
Telefon: 034223 40706
E-Mail: amtsblatt@gemeinde-trossin.de
Website: www.dahlenberg.de

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Weitere Informationen

Von seiner ursprünglichen Struktur ein Straßenangerdorf, wurde dieses 1454 als „Dalenberg“ erstmals urkundlich genannt. Die Lage seiner Kirche an dessen früheren Rand oberhalb des Dorf- u. Mühlteiches ist allerdings ungewöhnlich. Der Bau besteht aus dem Saal mit 3/8-Ostschluss u. einem eingezogenem unten quadratischen Westturm. Errichtet wurde das Gebäude aus Feldsteinen, ist aber verputzt u. darum zeitlich nicht exakt zu datieren. Malereireste im Inneren nach zu urteilen muss es spätestens in der 1. Hälfte des 15. Jh. errichtet worden sein. Das Kirchturmoberteil hat man wohl 1781 fertiggestellt u. im Inneren eventuell die Empore. Die Inneneinrichtung ist sehr bescheiden, da der Altarretabel, Taufe u. Kanzel von um 1620 wegen starker Holzschäden ausgebaut wurden. Erhalten blieben lediglich die Bildmotive der Kanzel sowie die Bildteile des Epitaphretabel. Die Orgel hat wohl 1885 C. Geißler (Eilenburg) eingebaut. Infos: www.mitteldeutsche-kirchenstrasse.de.
In der Hauptstraße 9 steht die erstmals 1534 erwähnte historische Wassermühle “Dorf-Mühle“, in der man bis 1976 schrotete. Heute weist die Mühle noch eine Mahl- und Sägeeinrichtung auf. Infos: Tel.: 0171/3187687, 034208/78730, www.muehlen-nordsachsen.de.
Der bekannteste Sohn des Dorfes ist der Generalfeldmarschall A. v. Mackensen. Er wurde 1849 als Sohn des bürgerlichen Verwalters des Rittergutes „Leipnitz“ geboren. Auf Grund seiner militärischen Verdienste adelte ihn Wilhelm II. u. er stieg zu einem der führenden Militärs des kaiserlichen Deutschlands auf. 1924 besuchte Mackensen letztmalig seine alte Heimat. Zur Erinnerung an eine Rast während eines Ausfluges hat man an dieser Stelle, südöstlich des Dorfes westlich nahe der Pleckmühle, eine Eiche gepflanzt u. der Mackensen-Stein gesetzt. Hierbei handelt es sich um einen bildhauerisch bearbeiteten u. mit Inschriftentafel versehenen Findling. Der nördlich des Ortes gelegene Gutshof „Leipnitz“ steht im übrigen auf der Flur des 1403 als wüst benannten Ortes „Lipenicz“. Leider wurde das Verwalterhaus 1999 sinnlos abgebrochen. Das eigentliche Herrenhaus ist ein architektonisch unbedeutender, offenbar Ende des 19. Jh. errichteter Bau.
Der nordwestlich des Ortes 1973-77 angelegte 15 ha große Stausee wird als die kleinste Talsperre Sachsens betrachtet. Ihr Sperrwerk, ein Erddamm, ist 7 m hoch u. 248 m lang. Ursprünglich zur Brauchwasserbereitstellung für die Landwirtschaft angelegt, hat sich schon seit Jahrzehnten das Gewässer zu einem beliebten offiziellen Badesee entwickelt (Infos: 034223/40706). Ein 5 km langer Naturlehrpfad führt um den Dorfteich u. den Stausee bis zur Hachemühle (siehe dort!). Das Pfadthema sind das Verhalten im Wald, Biberreservat, Heide- u. Steingartenanlagen, Erlenbruch, Heckenanlagen, Nisthilfen, Hainbuchen u. Stileichen, Insektenhotel, wie auch Werke des örtlichen Künstlers Bruno Kubas. Dazu gehört z.B. am Mühl- u. Dorfteich der 3,5 m hohe Hirten- u. Nachbarbierbrunnen.

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