Touristischer Navigator für Sachsen

Sanitäts- und Lazarettmuseum Seifertshain

Adresse

Pfarrgasse 2
04463 Großpösna OT Seifertshain
Telefon: 034297 14010
Telefax: 034297 140119
E-Mail: www.kuhstall-ev.de
Website: info@kuhstall-ev.de

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Öffnungszeiten

März-Oktober:
So: 13.00-17.00 Uhr oder nach Vereinbarung

Eintritt: 2,00 €, Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt
Führungsgebühr (unabhängig von der Gruppengröße): 25,00 €
Sonderleistung Catering: 2 Tassen Kaffee, 1 Stück Kuchen und Mineralwasser für 5,00 €/Person.
Nur nach vorheriger Anmeldung für Gruppen bis 30 Personen!

Weitere Informationen

Wer 1813 Verwundungen erlitt, blieb liegen bis die Schlacht vorübergezogen war und hatte Glück, wenn er entdeckt, aufgesammelt und notdürftig versorgt wurde. Die Militärmedizin, insbesondere die Kriegschirurgie steckte noch in den Kinderschuhen. Betäubungsmittel, abgesehen von einem kräftigen Schluck aus der Schnapspulle, gab es nicht. Verwundet zu sein, war in diesen Zeiten ein Martyrium und die Überlebenschancen standen schlecht. Auf diese wenig beachtete Seite des Krieges soll die Ausstellung hinweisen.

Mit dem Aufklärungsgefecht bei Liebertwolkwitz am 14. Oktober 1813 kam die Furie Krieg nach Seifertshain – Soldaten verlangten nach Proviant, Verwundete mussten versorgt und Gefallene begraben werden. Das Dorf selbst erlebte am 16. Oktober heftige Kämpfe, Gasthof und Pfarrhaus waren anschließend zu Lazaretten umgewandelt worden.

Die unter dem Titel „Was wir erlebten im Oktober 1813“ bekannten Überlieferungen der Auguste Vater, Tochter des im Jahre 1813 amtierenden Pfarrers, schildern eindrucksvoll die dramatischen Ereignisse während der Völkerschlacht. Dieser Augenzeugenbericht war Ausgangspunkt für die Eröffnung des Museums in der alten Seifertshainer Dorfschule. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen weder detaillierte Darstellungen der Napoleonischen Zeit noch der Verlauf großer Schlachten. Vielmehr ist es jenen gewidmet, die während der Kämpfe verwundet wurden und unter unvorstellbaren Bedingungen um ihr Leben rangen.

Eindrücklich stellt dies eine nachgestellte Szene dar. Ein Arzt erzählt von seinem blutigen Handwerk, im Hintergrund ein armamputierter Soldat auf der Operationsliege. Besondere Exponate des Museums sind die Zinnfiguren-Dioramen zum Sanitäts- und Lazarettwesen der napoleonischen Zeit und Schlachtfeldfunde rund um Seifertshain, darunter das komplette Skelett eines getöteten Pferdes, dem die todbringende Kugel in der Brust steckt. Künftig wird der Fokus verstärkt auf dem Leben des französischen Chefchirurgen Baron Dominique-Jean Larrey und seiner Bedeutung für das militärische Medizinalwesen liegen.

Einzigartig ist das nahezu original erhaltene Ensemble von (Museums)Scheune, Pfarrhaus, Kirche, Friedhof mit Einzel- un

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