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Schloss Zöbigker

Adresse

Gutsstraße 11
04416 Markkleeberg OT Zöbigker

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Das Schloss Zöbigker wurde um 1700 von der Familie von Marschall als dem holländischen Barock verpflichteter dreistöckiger Bau mit Doppelmansardwalmdach, in dem längs drei Gaupenreihen übereinanderlagen, aufgeführt. Das gesamte Gebäude ruhte auf einer Holzkonstruktion in einem 11.000 Quadratmeter großen Teich und war über vier Brücken zugänglich. Nach Marschalls Tod konnte dessen Witwe den Besitz neben anderen Herrenhäusern im Thüringischen nicht halten, wodurch das Lehen an die Sächsische Krone zurück fiel.
August der Starke verkaufte ihn 1714 an Johann Jacob Kees den Jüngeren, dessen Nachkommen bis Kriegsende hier ihren Hauptfamiliensitz pflegten. Kees und sein Vater hatten die Sächsische Post gründlich modernisiert und aus der kaiserlich- brandenburgischen Abhängigkeit gelöst. Unter Federführung des berühmten Sächsischen Landbaumeisters David Schatz ließ Kees wie seine Gutsnachbarn Jöcher auf Gautzsch und Dieskau auf Knauthain auch den städtisch geprägten Leipziger Barock aufs Land tragen, den Schlossgraben zuschütten und durch Graff und Landvogt den Park nach englischem Vorbild umgestalten. Valentin Richter verwirklicht eine Teichlandschaft, die ihresgleichen suchte.

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