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Bergbaufolgelandschaft Neue Harth

Adresse

04416 Markkleeberg

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Die Neue Harth umfasst das etwa 930 ha große Waldgebiet zwischen dem Cospudener und Zwenkauer See sowie der Bundesstraße 2. Sie ist Teil des Leipziger Neuseenlandes südlich von Leipzig. Die einstige Harth war lange Zeit das meist gewählte Ausflugsziel in der Leipziger Region und wurde dennoch zwischen 1955 und 1970 der Kohleförderung geopfert. Mit der Harth verschwand ein einzigartiger Landstrich von der Landkarte. Es war kaum vorstellbar, dass hier in absehbarer Zeit wieder nutzbares Land entstehen und neuer Wald wachsen könnte. Auf problematischen Standorten von oftmals geringer Nährkraft, den Tagebaukippenböden, erfolgte bereits 1968 die erste Aufforstung.. Weitflächig wurden Pappeln als Pioniergehölze, aber auch andere Baumarten wie Rot- und Stieleichen sowie Kiefern angepflanzt. Heute werden die Pappeln durch Eichen, Eschen, Linden, Ahorn, Hainbuchen und andere für diesen Standort geeignete Baumarten ersetzt.

Inzwischen sind auch Wildtiere in der Neuen Harth heimisch geworden, vor allem Schwarz- und Rehwild, Hase, Fasan und Fuchs. Zahlreiche Vogelarten, darunter verschiedene Greifvögel, bieten ein großes Betätigungsfeld für ornithologische Beobachtungen. Eine besondere Form der Landschaftspflege ist das Sikawild- und Bisongehege am Südufer des Cospudener Sees, das vor allem zur Erhaltung des Offenlandes dient. Die Neue Harth hat sich zu einem reizvollen Naturrefugium mit interessanten landschaftlichen Kontrasten und Verbindungen zu umliegenden Ausflugszielen wie dem Hafen Zöbigker und dem BELANTIS Vergnügungspark entwickelt. Die Bistumshöhe mit ihrem Aussichtsturm bietet einen grandiosen Blick auf die neue, durch den Menschen gestaltete Seenlandschaft, die mit der Flutung der letzten Seen auch in den kommenden Jahren einem atemberaubenden Wandel unterliegen wird.

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